Fotos richtig belichten: Blende und Belichtungszeit

Fotografieren zu jeder Tageszeit

Fotos machen zu jeder Tageszeit ist heute kein Problem mehr.

Dank ultra empfindlicher Sensoren, auch in der Nacht.

Wann und wie die Bildqualität am besten wird:

"Sonne lacht, Blende acht". Uralter Spruch der seine Bedeutung nie verliert.

Ist das alles?, oder muß ich noch mehr wissen?

Ja, denn zur richtigen Belichtung, gehört mehr dazu, als Sonne und eine Blende.

Wesentlich ist auch die Tageszeit.

Über die Mittagszeit tolle Landschaftsaufnahmen zu machen ist nicht ratsam.

Die Sonne steht sehr hoch, dadurch sind die Schatten extrem Kontrastreich.

Diese Kontrastunterschiede können selbst die besten Kameras heute noch nicht korrigieren.

Dann ist durch die Verdunstung die Luft auch nicht mehr klar, wir verlieren an Schärfe.

Das bleibt dann bis zum Abend, wobei hier die Lichtstärke wieder ab nimmt.

Bleibt also der Morgen, klare Luft und noch nicht so harte Schatten.


Richtige Belichtung - aber wie

Welche Faktoren beinflussen die Belichtung ?

ISO                         ISO 

Blende Apeture      A           Zeitautomatik

Verschlusszeit         S           Blendenautomatik

 

Der Master: die Filmempfindlichkeit / Sensorempfindlichkeit in ISO

Warum in ISO und was heißt das denn ?

Keiner weiß es, aber alle reden darüber....

ISO steht für International Standar Organistion, was hat das jetzt mit unserem Foto zu tun ?

Fotografie oder Photographie ist aus dem griechischen abgeleitet, photós, „Licht" und graphein „schreiben, malen“    Zusammen: "mit Licht Malen"

Beim Malen zum Beispiel, brauchen wir erst einmal ein Maß, wieviel Farbe brauchen wir denn ?

Und bevor unser Foto entsteht, müssen wir erst einmal wissen, welche Lichtmenge wir brauchen.

Die Lichtmenge, können wir dank moderner Technik seit ca . 60 Jahren im Vorfeld messen. Die Belichtungsmessung. Am Anfang mit externen Belichtungsmessern und Graukarte, jetzt überall integriert.

Messen, ist per Definition das vergleichen einer physikalischen Größe, mit einer als Einheit dienender Größe.

Unsere physikalische Größe ist die Lichtmenge. Zum vergleichen benutzen wir ein elektronisches geeichtes Meßsystem, den Belichtungssensor.

Die Norm für die Eichmethode ist ISO. Fälschlich immer als Einheit der Empfindlichkeit bezeichnet.

Andere Normen sind ASA und DIN, bei den Herstellern hat sich die Bezeichnung

ISO ( linear ) durchgesetzt. Vorgegeben von der ASA "American Standart Association".

ISO

Gegenüberstellung linearer und logarithmischer ISO-5800-Werte
     
Sv ISO linear ISO logarithmisch
     
(APEX) (ASA-Skalierung 1960-1987) (DIN-Skalierung 1961-2002) Bezieht sich auf Filmproduktion
 

0,63

-1°

-2

0,75

 

1,0

 

1,25

-1

1,5

 

2,0

 

2,5

0

3 (3,125)

 

4

 

5

1

6 (6,25)

 

8

10°

 

10

11°

2

12 (12,5)

12°

 

16

13°

 

20

14°

3

25

15°

 

32

16°

 

40

17°

4

50

18°

 

64

19°

 

80

20°

5

100

21°

 

125

22°

 

160

23°

6

200

24°

 

250

25°

 

320

26°

7

400

27°

 

500

28°

 

640

29°

8

800

30°

 

1000

31°

 

1250

32°

9

1600

33°

 

2000

34°

 

2500

35°

10

3200

36°

 

4000

37°

 

5000

38°

11

6400

39°

 

8000

40°

 

10.000

41°

12

12.500 (12.800)

42°

 

16.000

43°

 

20.000

44°

13

25.000 (25.600)

45°

 

32.000

46°

 

40.000

47°

14

50.000 (51.200)

48°

 

64.000

49°

 

80.000

50°

15

100.000 (102.400)

51°

Faustregel Empfindlichkeit ISO

Je höher die Empfindlichkeit, so größer der Rauschanteil im Bild.

Gilt für Film genauso wie für Sensoren !

Bei Filmen war es so, um die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen, mussten die Silberkristalle auf der Filmfolie größer werden. Der Film wurde grobkörniger.

Sensoren haben statt dessen winzig kleine Phototransistoren, auch DOT`s genannt.

Sie bleiben in ihrer Größe zwar gleich, ihr Arbeitsbereich in Abhängigkeit von der Lichtmenge ist aber begrenzt. Verlassen sie den Arbeitsbereich ( auch Dynamikumfang genannt ), fangen sie an zu rauschen.

So haben Film und Sensor eins gemeinsam, je weniger Lichtwert LW ( Ev )

um so schlechter wird der Bildeindruck.

 

ISO Abhängigkeit von der Chip- und Pixelgröße

Die Belichtungsmessung

Was Messen wir überhaupt ? Licht.....ok, aber was ist Licht, und welches Spekrtum nutzen wir...???

Für uns interessant sind nur die Komplementärfarben.

  

also Rot                     Grün                      Blau

Aber warum ?

Die Summe aller drei Farben ist Weiß !!

Und dieses Weiß brauchen wir für unsere Belichtungsmessung.

Aber schade, das Weiß ist ja die höchste Intensität, also brauchen wir zum Eichen unseres Systems irgend etwas in der Mitte, zwischen ganz Intensiv ( Weiß ) und ganz dunkel ( Schwarz ).

Und da kommt unsere Graukarte 18%.... Graukarte was ist das ?

 

 

 


Die Blende ( A - Apeture ) vs Objektivhelligkeit

Objektivhelligkeit

Die Objektivhelligkeit beschreibt die Größe des maximalen Lichteinlasses.

Als Referenz wird hierzu der Blendenwert genommen. Da ja eine Blende etwas ab- oder ausblendet, besteht also ein Umkehr in den Bezeichnungen.

Heißt, je kleiner der Blendenwert, so größer die Öffnung, um so mehr Licht kommt durch, um so höher ist die Güte des Objektives.

Umgekehrt, je größer der Blendenwert, so kleiner die Öffnung, um so weniger Licht kommt durch, um so schlechter die Güte des Objektives.

Stimmt das alles so ??

Nein !! Dem nach wäre das AF Nikor 50mm Objektiv mit f 1.8 besser als unser "Monster" Teleskop mit Blende f 2.5

      vs.  

denn die Objektivhelligkeit ist noch von einem anderen Faktor abhängig:

der Brennweite.

die Regel:    max. Objektivöffnung in mm = Brennweite in mm / kleinste Blende f

denken wir dann an unser "Monster", ergibt sich:

max. Objektivöffnung 300 mm = Brennweite 750 mm / kleinste Blende f 2.5

und für das AF Nikor

max. Objektivöffnung 27,77 mm = Brennweite 50 mm / kleinste Blende f 1.8

Kompaktkamera und Handykamera Lichtstärke

rechnen wir mal hier, bekommt man einen Schreck:

max. Objektivöffnung 1,419 mm = Brennweite 4,4 mm / kleinste Blende f 3,1

genau so dramtisch:

Kompaktkameras:

max. Objektivöffnung 1,424 mm = Brennweite 4,7 mm / kleinste Blende f 3,3

Stimmt das alles so ??

Bedingt !!

Denn wir müssen noch die Abbildungsfläche betrachten.

Heißt, je größer die Abbildungsfläche, also unsere Film- oder Sensorfläche,

um so mehr Lichtmenge brauchen wir.

Oder unser Wasserhahn Vergleich, je größer die Fläche die ich nassmachen will,

je mehr Wasser brauche ich.

Da die Brennweite eines Objektives immer im Zusammenhang mit der Diagonalen der Abbildungsfläche steht, muss man beide in Relation betrachten.

Hier sind wir dann bei Sensorgrößen etc. 


aber weiter mit der Belichtung, unser letzter Faktor:

die Belichtungszeit ( T - Time ), Verschlusszeit ( S - Shutter ) , Shutterspeed ( SS )

noch einmal zu unserem Modell:

Blende und Zeit verhalten sich umgekehrt proportional.

Bei großer Blende brauchen wir mehr Zeit, bei kleiner Blende weniger Zeit, bei gleich bleibender Lichtmenge.